Weil es gut tut.
  • Nachhaltigkeit im Discounter

    Normen gegen die Natur

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    mutant carrot von Joe Hall auf flickr.com (CC BY 2.0)

    In Deutschland ist man schon lange kein Ausnahmefall mehr, wenn man sein Essen lokal kauft und dafür lieber zum Bio- Markt, als zum Discounter geht. Dort wird neben dem steifen Vorzeigegemüse auch der ausgefallener aussehende Teil der Ernte verkauft.

    Jeder Gartenbesitzer und Selbstversorger wird bestätigen können, dass die Natur regelmäßig für Obst und Gemüse sorgt, das nicht den Normen entspricht, die wir im Supermarkt gewohnt sind.

    Nachdem 2009 die EU- Norm abgeschafft wurde, die den Verbot von zu krummen Gurken vorsah, haben Discounter ihre eigenen Normen eingeführt und aussortiert, was dieser nicht entsprach.  Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um bis zu 50 Prozent der Ernte, die nicht beim Kunden ankommen.

    Das Umdenken der Discounter

    Zuerst begannen Handelsketten wie Edeka, Rewe oder Netto Obst und Gemüse mit „Fehlern“ zeitlich begrenzt für einen geringeren Preis zu verkaufen. Bei der Schweizer Supermarktkette Coop kostete das Kilo Karotten, das als „Ünique“ betitelt wurde nicht mal halb so viel, wie das Kilo der Genormten.

    Nun geht Penny voran und nimmt lokales Obst und Gemüse mit Farb- oder Formfehlern für den selben Preis ins Sortiment auf. Mit der Begründung, dass es keinen Grund gäbe diese zu vergünstigen, wenn sie sich geschmacklich nicht unterscheiden, trifft man auf den Zuspruch von Bauern und Verbraucherschützern.

     

    Global denken, lokal kaufen

    So können nicht nur größere Mengen zu angemesseneren Preisen in den Handel gelangen, sondern man reduziert auch die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln und der dazu benötigten Menge Wasser.

    Wer weder Lust, noch Zeit hat auf dem Markt, oder im Discountern lokale, nachhaltige Produkte zu kaufen, der kann sich zum Beispiel bei https://etepetete-bio.de/ seine „Gemüseretterbox“ nach Hause schicken lassen.

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    Market von Andy Rogers auf flickr.com (CC BY-SA 2.0)