Weil es gut tut.
  • Martin bloggt: Handy Helden – Ein tolles Spiel in 5 Leveln

    Liebe Mitleidende, ihr habt vielleicht meinen Blog über das Leben als Mobilfunkinsel vom 8. Juni gelesen

    Hintergrund war: Ich habe mein Handy im Zug vergessen. Leider.
    Da ich mein Handy angerufen , den Finder erreicht und dieser es beim Schaffner abgegeben hatte, war ich mir sicher, ohne größere Hindernisse zurück zu meinem Telefon zu kommen.

    Das erwies sich als Trugschluss. Schon vor 4 Wochen. Aber auch danach noch.

    Wie Super Mario

    Ich fühle mich einsam, wie Super Mario ohne seine Prinzessin (übrigens eine sehr merkwürdige Fernbeziehung…).
    Ich muss etwas ändern, und selbst zum Superhelden werden!












    Los gehts!



    Wählt selbst eure Optionen






    Handy Helden

     



    Source: Uploaded by user via Dennis on Pinterest



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    Level 1: Das Problem entsteht










    Das Handy im Zug vergessen ist schon blöd. Tja. Da will ich mich gar nicht rausreden. Gut, dass ich es gleich erreichen konnte, und eine nette junge Dame hat es beim Schaffner abgegeben. Ich dachte daran, dass ich jetzt zwar blöder weise zum Fundbüro muss. 
    Mehr nicht. 
    Falsch gedacht, weiter geht’s in Level 2.


    Level 2: Der Anruf bei der Bahn: Der erste Zwischengegner




    Source: geekologie.com via Susan on Pinterest



    Gut, da ruf ich doch gleich mal an und erkundige mich, wann ich das Handy abholen kann. Der etwas gereizte Ansprechpartner des Fundbüros erklärt mir, nach genauer Schilderung, mein Zug wäre ein AlEx gewesen und nicht in seinem Zuständigkeitsbereich. Ich wusste es nicht mehr genau. Wie solls weitergehen?

    Dem Herren glauben            Seine Aussage hinterfragen

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    Level 3: AlEx/ Agilis anrufen








    Die äußerst nette Dame am anderen Ende erklärt mir, dass sie viele Fundstücke haben. Leider werden alle direkt von München nach Memmingen weitergeschickt. MEMMINGEN??? Genau. Memmingen. Auf meine Frage: „Wie und wann kann ich es mir zuschicken lassen?“ Kommt leider die überraschende Antwort: „Das wird ihnen dann zugeschickt, wenn der Karton dort voll ist. Da müssen Sie sich leider bis zu 2 Wochen gedulden.“ Sie nimmt meine Handy- und Adress-Daten auf.


    Da hilft nur warten            Jeden Tag anrufen

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    Level 4:Das Warten hat ein Ende!






    Source: snesss.tumblr.com via Marcio on Pinterest



    Nach 2 Wochen abwarten, täglichem Blick ins Postfach, keinerlei Telefonnummern, zwischenzeitlicher Prepaid-Karte in nervigem Ersatzhandy mit noch viel nervigeren Klingeltönen sowie Wecker-Problemen, nach vergeblichen Anrufen versuche ich es hartnäckig noch einmal. Gott sei Dank erfolgreich! Ich erreiche die Dame vom AlEx erneut. Dieses mal scheint sie weniger zuversichtlich. Mein Handy wäre nicht gefunden worden. Dann muss es wohl weg sein…


    Die Bahn erneut kontaktieren                Aufgeben

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    Level 5: Die Bahn wieder









    Allmählich deutlich genervt von den vagen Auskünften und falschen Versprechen forsche ich nach. Und HA! Mein Zug war doch kein AlEx, sonder eine Regionalbahn! Gut, dann hat mir der erste Herr der Bahn wohl eine falsche Auskunft erteilt, zumindest müsste mein Handy sich aber in München befinden. Ich bin wieder optimistisch und melde mich bei der Bahn.


    Der Endgegner









    Leider, so teilt man mir mit, wäre mein Telefon wegen der langen Zeit die zwischenzeitlich vergangen ist, in Wuppertal. 
    IN WUPPERTAL???? Ich glaub es hakt. Warum müssen alle Fundstücke auf Reisen gehen? Ist die Miete in Wuppertal so günstig, dass man lieber dort ein mehrstöckiges Haus für die Fündstücke ganz Deutschlands mietet und hin schickt, bevor man es in München kundennah aufzubewahren versucht?

    Es kommt noch schlimmer.
    Der Endgegner naht.

    Nachdem ich eine Verlustmeldung aufgegeben habe, teilt mir die sehr schlicht gehaltene Homepage mit, mein Gerät wäre unter einer Fundnummer endlich verfügbar! Das wars aber noch lange nicht.

    Die Hotline. 1,89€ Minute (vom Handy zumindest). Ihr lest richtig.

     

    Hotline anrufen            Aufgeben und von den Kosten ein neues Handy zulegen

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    Erster Versuch.

    Die Dame ist äußerst genervt und kritisiert mich für angeblich nicht in meiner Verlustanzeige angegebene Infos. Ich kann mich nicht mehr verteidigen. Mein 10€ Prepaid-Guthaben ist erschöpft.
    Erstes Leben verloren. Aber ich hab ja noch das Null-Leben!

    Das Null-Leben:

    Ich versuche es zu Hause vom Festnetz erneut. Diese Dame ist im Gegensatz zu Service #1 viel freundlicher. Blitzschnell wickelt sie die Aktion ab, mein Handy ist in Wuppertal und ich müsste noch ein Telefonat führen und es mir zuschicken lassen.


    Das letzte Herz:

    Ich rufe in Wuppertal an. Nach mehreren Versuchen die sich über mehrere Tage erstrecken, erreiche ich einen Herren. 


    Schaff ich es noch?

    Mit letzter Kraft kann ich meine Adresse mitteilen. Das Handy wird mir per Nachnahme zugeschickt. Ich hab es also fast geschafft.


    Der Empfang:

    Der freundliche Postbote übergibt mir mein wenige Tage später mein Handy. Nach Ziemlich genau einem Monat, zig Anrufen und tausenden von Tränen, halte ich es wieder in der Hand.

    Er sieht kurz auf sein multifunktionales Liefergerät und sagt: 
    Die Nachnahme macht dann bitte…

    35 Euro.









    Game Over



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    Martin Glashauser - Redaktion
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