Weil es gut tut.
  • Es ist vorbei, bei bei Jännermond…

    Es gibt doch einen Gott!
    Ihr habt es alle miterlebt. Es waren harte Stunden, kalte Momente, einsame Tage und eisige Dienstgänge,aber endlich ist es soweit:
    Marcel Grzip ist wieder auf NTV zu sehen!

    Nein, ihr wisst es alle:
    Es ist vorbei. Kein Januar mehr, nie wieder Leggings!!!
    Vielleicht kann ich euch einen kleinen Eindruck geben, was das für mich bedeutet.

    Hier die 10 besten Gründe warum ich heilfroh bin, dass es vorbei ist:

    1. Kein Jucken mehr an den Beinen!!! Leggings sind offensichtlich überhaupt nicht für den männlichen Behaarungstyp entworfen, und bei Gott – das spürt man auch.

    2. Keine furchtbare Kälte mehr auf dem Arbeitsweg, oder beim Mittagskauf!!! Wie ihr vielleicht versteht war mir der Kauf von teuren Thermo-Leggings etwas zu umständlich, weshalb ich mich nur an die dünne (und damit furchtbar kalte) Variante gehalten habe. Wie Frauen so etwas ohne eine deftige Eierstock-Entzündung durchziehen können, bleibt mir ein Rätsel…

    3. Keine angewiderten Blicke mehr im Bus!!! Nicht jeder wusste leider, warum ich dieses hässliche Beinkleid tragen muss. Daher wurde ich in öffentlichen Verkehrsmitteln gerne angeschaut wie eine Dragqueen, ein männlicher Gogo-Tänzer, Stricher oder Zuhälter. Da muss man verständlicherweise erst mal tief schlucken…

    4. Keine zweideutigen Anfragen mehr: Kein „Tanz für mich“, „Sexy Hexi“, oder „HALLOOHOO!?!?“ von Kollegen, Freunden und Passanten.

    5. Keine Fotos mehr!!! Weder in der Redaktion, noch von Außenstehenden, Führungen mit Schulklassen, anderen Kunden im Supermarkt (heimlich), Funkhausmitarbeitern („meine Freundin glaubt es mir nicht“) oder Freunden in der Lieblingsbar („AAAAALLLLTER!!!“).

    6. Kein Überlegen mehr bei der morgendlichen Kleidung: Kein „Was muss ich heut gleich wieder anziehen? Welches Outfit passt? Ist die richtige Leggings schon trocken? Kann ich genug verdecken?“ mehr. Zumindest nicht in dem Maße…

    7. Keine Respekt-Schwierigkeiten mehr!!! Von Kollegen wird man – und da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt – einfach nicht ernst genommen, wenn man aussieht wie ein Rockstar aus den 70ern! Die sitzende Haltung kann zwar einiges verstecken, aber irgendwann kommt’s doch zum Vorschein…

    8. Kein Auslachen mehr!!! Familienangehörige, Freunde und Bekannte, sie alle haben es getan. In mein Gesicht, oder hinter meinem Rücken. Und das schlimme ist: Ich hätte es auch getan. Mit Recht…

    9. Keine Semi- oder gänzlich ernst gemeinten Anfragen mehr, ob ich unanständige Dinge für Geld mache. Hoffe ich zumindest…

    10. Einfach nicht mehr scheiße aussehen!!! Ich will mich nicht als attraktiv bezeichnen, aber in Leggings sieht einfach jeder maximal schlecht aus. Und das macht wirklich keinen Spaß. Weder  auf Fotos, noch in Videos, noch beim Arbeiten, auf Familienfeiern in Lederhosen, mit Lockenkopf, Kunstfell, Königspython, an der Fleischtheke, bei Subway, Schulungen oder Bandproben. Es ist vorbei. Danke.

    Aber hey – es ist vorbei. Alles wird gut, und irgendwann kommt der nächste Sommer (ohne Leggings). Ich danke allen Leggings-Spendern, die dafür gesorgt haben, dass meine Finanzen nicht so tief gesunken sind, wie es mein Stolz es mitunter musste. Ich danke allen, die immer noch an mich glauben, mich trotzdem mit Stolz und Liebe überschüttet haben, allen, die den Menschen in der Leggings, und nicht nur die Leggings gesehen haben.
    Und besonders: Meinen solidarischen Freunden, die sich nicht zu schade waren, aus meinem Leid geteiltes Leid zu machen: Meiner Band Awesomo, Ben, Eva, Leon und natürlich meinen fantastischen Kollegen die sich für nichts zu schade waren und ihre kostbare Zeit meinem lächerlichen Beinkleid gewidmet haben. Und last but not least, den aufmunternden Posts, Kommentaren und gefällt mir Klicks in unserer Facebook-Community.

    Es ist wie es ist, und es ist – vorbei.

    Viel Spaß mit den Outtake-Bildern am Seitenende,
    euer Martin

    Martin Glashauser - Redaktion
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