Weil es gut tut.
  • Die traurige Geschichte von Margit

    Liebe Leser, Hörer, Gleichgesinnte, Freunde und Spinner wie ich. Es ist eigentlich gar nicht an der Zeit für traurige Geschichten. Die Sonne scheint, es wird Frühling, man geht besser gelaunt in den Tag, mit mehr Licht und mehr Spaß an Leben und Erleben.
     
    Der dunkle Fleck
    Und ich bin der letzte der sich beschweren kann, wenn da nicht dieser eine dunkle Fleck in meinem Leben wäre, der mich jetzt schon so lange beschäftigt…
     
    Frühling und Zweisamkeiten
    Es wird Frühling, die Tage werden länger und jung wie alt wagt sich wieder raus in die Natur, zum Spazierengehen oder Sport machen, allein oder zu zweit.
     
    Und genau hier beginnt meine traurige Geschichte. Immer wenn ich die trauten Zweisamkeiten sehe, wie sie happy im Zug des milden Lüftchens vorbeiziehen, aneinander hängend quasi fast verkeilt, treu-tollend, turtelnd, denke ich wieder an sie. Margit.
     
    Ohne zu melancholisch werden zu wollen, möchte ich euch gerne dieses Lied als Beiwerk ans Herz legen:
     
    Margit
    Es ist nicht leicht für mich, davon zu berichten. Vielleicht auch etwas zu persönlich um in meinen eigentlich recht gut gelaunten Blog-Einträgen geschildert zu werden. Aber irgendwann muss es ja raus.
     
    Margit war meine große Liebe, mein Ein und Alles für viele Jahre. Wir sind zusammen gereist, haben unsere Wege immer wieder zusammengeführt und waren auch nicht eingeschnappt, wenn wir einmal länger keinen Kontakt hatten. So wie es sein soll, eben.
     
    Unsere Beziehung
    Sie war nicht mehr die Jüngste, keine Frage. An dieser Stelle würde ich aber gerne eine gute Freundin zitieren:
    „Es geht nur um eins: Gehts einem gut oder schlecht – das Alter ist egal…“ (Evi Probst)
    Ich habe sie gepflegt, wenn der Zahn der Zeit an ihr genagt hat, sie hat mich immer wieder überrascht, mit ihrer flotten Art und ihrem außergewöhnlichen Äußeren. Freunde kannten uns eigentlich nur im Doppelpack und waren gewohnt, immer ein Plätzchen für sie bereitzuhalten, wenn ich sie mitbrachte.
     
    Das Grauen
    Doch irgendwann ist das passiert, was alle befürchten. Sie war weg. Eigentlich wollte ich sie an der S-Bahn Haltestelle abholen und zu einer kleinen Spritztour einladen. Doch daraus sollte nichts werden… Sie war weg, einfach weg.
     
    Irgendwer musste Gefallen an ihr gefunden haben, obwohl sie objektiv betrachtet hässlich war, wie die Nacht finster, und hat sie mir entrissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie freiwillig mitgegangen ist, denn das war nicht ihre Art.
     

    Gute Nacht Ihr da draußen, die Ihr unter Eurer Beziehung leidet.
    Mar 12 via Echofon Favorite Retweet Reply


    Seit 2 Jahren…

    …suche ich sie nun schon, in Foren, Anzeigen und auf Ebay. Aber es wird wohl nichts mehr werden. Es ist schon nicht einfach, sie nicht mehr bei mir zu haben. 
     
    Mehr aber noch schmerzt die Tatsache, dass ich nicht weiß wo sie ist, wie es ihr geht, oder ob sie nicht schon auf dem Schwarzmarkt für wenig Geld verkauft wurde.
     
    Loslassen?
    Freunde sagen, es wäre an der Zeit loszulassen. Aber ich bin mir nicht sicher. Der Frühling spricht eigentlich dafür, auch der kurze Weg in die Arbeit, aber meine Gefühle sagen irgendwie immer noch nein.
     
    Dennoch habe ich mich bei einem Freund, der sich auf Schönheitskorrekturen und deren Verkauf spezialisiert hat, informiert und mir ein Angebot machen lassen. Es wird nicht billig, aber vielleicht ist es einfach an der Zeit…
     
    Zeit für eine neue Ära, mit einer neuen Partnerin, die mich wie auf Flügeln wieder in Windeseile durch die Stadt bringt, Stunden zu Minuten macht und Kilometer zu Katzensprüngen.
     
    Ein Bild von Margit
    hab ich leider nicht. Wir wollten nie prahlen. Aber um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln, habe ich ein ähnliches Modell am Seitenende eingefügt.
     
    Bald bin ich wieder liiert, mit einem neuen Schatz.
    Denn ich bin zwar nicht mehr 19, aber eindeutig „zu jung für Spätfolgen“ (Veronika Gallersdörfer)
    Und ich weiß auch schon, wie ich sie nennen werde. 
     
    MargOt.
     
    Euer Martin
    Martin Glashauser - Redaktion
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