Weil es gut tut.
  • Der neue Skoda Octavia im Test

    Skoda Octavia pressebild

    Bild by Daniel Kraus

    Skoda-Octavia-elegance-innenDer neue Skoda Octavia überzeugt durch mehr Platz, Sicherheit, Komfort und Fahrvergnügen

    Schon beim Einsteigen fällt auf, dass sich die tschechischen Autohersteller in Sachen Platz einiges haben einfallen lassen. Obwohl nochmal bis zu 102 Kilogramm weniger an Gewicht rausgeholt werden – Der Radstand wuchs gegenüber dem Vorgänger um über 100 Millimeter, die Breite um 45 Millimeter und die Länge um 90. Hier fällt sogar die Unterscheidung zwischen Kompakt- und Mittelklasse schon gar nicht mehr so einfach. Autobild bezeichnet den Octavia in seiner dritten Generation sogar als den besseren Passat.

    octavia platz kofferraum

    Besonders familientauglich wird auch die Limousine durch den großen Kofferraum, der 590 Liter Volumen umfasst (und das bei einer Fahrzeuglänge von knapp 4,66 Metern.) Durch die große Heckklappe ist er leicht zu beladen. Zusätzliche Punkte gibt es wegen der praktischen Ablagefächer und Befestigungshaken für Einkaufstaschen, etc.

    Ergonomisch lässt er sich auch nichts nachsagen, ob groß oder klein, der Octavia III glänzt mit viel Beinfreiheit, sodass eigentlich jeder bequem sitzt.

    Fahrvergnügen

    Wir hatten das Vergnügen mit dem Skoda Octavia Elegance 1,4 l TSI Green tec, der in seiner Grundversion ab etwa 24.000Euro zu haben ist. Mit einem Verbrauch zwischen 4,6 und 6,5 Litern auf 100 Kilometer kommt man damit recht sparsam von A nach B, ohne dass man von den 140 PS (103 kW) etwas missen muss. Der Wagen zieht gut an, das Sechsganggetriebe schaltet schnell und so schafft der Octavia die 0 auf 100 in unter neun Sekunden.

    octavia motorschau

    Motor und Getriebe basieren auf VW- Technik, die im Golf VII ihre Verwendung findet. Nicht zuletzt deshalb kommt der Octavia doch recht spritzig und sportlich daher, sodass man auch gern mal länger auf der linken Spur bleiben kann.

    Auf unebenen Strecken hätte noch ein kleines  bisschen weniger Unruhe drin sein können aber das ist wirklich als Kleinigkeit zu werten. Als positive Kleinigkeit fällt hingegen der doch sehr gering gehaltene Wendekreis auf, der beim ersten Mal im Kreis fahren doch sehr überrascht, weil der Wagen einfach so groß wirkt. Auch auf den kurvigen Strecken kommt ein sehr angenehmes Fahrgefühl rüber.

    Sicherheit

    Fünf Sterne von Euro NCAP für die Sicherheit kommen nicht von irgendwoher. Insgesamt werden die Insassen von neun Airbags geschützt. Auch Knieairbags und hintere Seitenairbags kommen in der EU serienmäßig zum Einsatz. Die Fahrgastzelle blieb beim Crashtest stabil und die Dummys bekamen kaum etwas ab. Hinzu kommt eine Reihe an Assistenz-Systemen, die für weitere Sicherheitsfaktoren sorgen.  Hier ist natürlich die Elektronische Stabilitätskontrolle zu nennen, die  ein Ausbrechen des Wagens gut verhindert.

    Besonders gut umgesetzt ist auch der „Lane Assistant“ der den Octavia recht unauffällig in der Spur hält. Aktiv wird er ab einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h. Er erkennt auch Fahrspurmarkierungen in anderen Farben (zumindest die gelben), was gerade in Baustellenbereichen ein echter Mehrwert sein kann.

    Bei Kennzeichenerkennung denkt man oft an aufdringliche Navigationsgeräte, die einen gleich vollquatschen, wenn man bisschen zu schnell fährt. Beim Skoda ist das wirklich kein Thema. Die Multifunktionsanzeige zeigt es ganz dezent an und lässt doch sehr staunen welche Tempolimits man selbst übersehen hat, die dem Fahrzeug nicht entgangen sind. Weitere Features sind unter anderem die Müdigkeitserkennung, Multikollisionsbremse und Anschnallerinnerung.

    Infotainment

    skoda octavia navigations und soundsystem

    Generell ist zu betonen, dass der Skoda Octavia Elegance schon in der Grundausstattung mit Digitalradioempfang punkten kann. Damit gehört das Flagschiff der tschechischen Autohersteller mit zu den Vorreitern seiner Zeit. DAB+ sorgt für deutlich mehr Auswahl an Radiosendern – eine Vielzahl davon ist fast flächendeckend in Deutschland empfangbar. Nervige Sendersuche oder musikalische Alternativlosigkeit war damit dann auch gestern.

    Der zur Verfügung gestellte Testwagen, hatte das Radio-Navigationssystem Columbus eingebaut, das wirklich Spaß macht. Line-In und USB-Anschluss unter der Klimaanlage, CD, DVD und zwei Slots für SD-Speicherkarten  im Handschuhfach runden das System ab. Von 64-GB Festplattenspeicher sind 12 GB für Musik reserviert. Video und verschiedene Bildformate werden neben Mp3 und WMA unterstützt. Die Bedienung ist einfach und gleicht auf dem 8 Zoll großen Touch-Screen-Farbdisplay schon fast der eines IPads. Einziger Wermutstropfen:  Die Navi-Sprachsteuerung hat mit Siri und Co. noch nicht wirklich was zu tun und konnte im Test nicht gut punkten. Dafür sind Handys leicht via Bluetooth an die Freisprechanlage koppelbar.

    Fazit:

    Der neue Skoda Octavia (Elegance) bietet viel für seinen Preis. Dass er zu den zehn meistverkauften Autos gehören und jährlich etwa 400.000 Exemplare vom Band rollen sollen ist durchaus keine ungewöhnliche Vorstellung. Von einer Notlösung wegen knappen Kassen kann hier definitiv nicht mehr gesprochen werden – sondern von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, mit reichlich Liebe zum Detail, schöner Ausstattung und zahlreichen praktischen Extras.

    Linkliste:

    Fahrbericht des Golf-Bruders – RP – Onliine

    Erster Fahrbericht des neuen Škoda Octavia III

    Mein Boot, mein Hund, mein Skoda Octavia

    Tweets zum neuen Octavia:

     

     

     


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    Patrick Mayr
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