Weil es gut tut.
  • Weihnachten international

    Es ist die schönste Zeit des Jahres – ein Adventskranz, Glühwein, Weihnachtsfilme und die Freude der Kinder, beim Öffnen des Adventskalenders.

    Wenn dann der Heilige Abend gekommen ist und alle Familienmitglieder zusammen sind, freuen sich alle auf die Bescherung unter dem reichlich geschmückten Weihnachtsbaum neben der Krippe und den hell leuchtenden Kerzen.

    Was hat das Christkind dieses Jahr gebracht, wenn das kleine Glöckchen läutet?  Begeistert werden die Geschenke geöffnet und es gibt das leckere Festmahl – traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat, Fisch oder Gans.

    Unsere Weihnachtsbräuche machen das Fest Christi-Geburt zu etwas ganz Besonderem, aber in manch anderen Ländern mag die ein oder andere Tradition seltsam erscheinen, so wie es schon für uns unvorstellbar wäre Weihnachten bei 28°C zu feiern.

    USA & Australien

    Mit dem Weihnachten in den USA sind wir wohl durch die zahlreichen Weihnachtsgeschichten und -filme wie „Santa Claus“ oder „Kevin allein zuhause“ am meisten vertraut und finden viele Gemeinsamkeiten durch besinnliches Zusammensein, den Kirchenbesuch, Lichterketten und Krippenspiele.

    Nicht das Christkind sondern Santa Claus kommt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember durch den Schornstein und genießt erst einmal die ihm hingestellten Kekse und die Milch.

    Nachdem dann die Geschenke platziert worden sind, in den Socken über den Kamin, reitet er mit seinen Renntieren in die Nacht und am Morgen des 25. Dezember dürfen sich alle auf die Geschenke freuen.

    Mehr als hierzulande werden in Amerika und Australien zur Vorweihnachtszeit Grußkarten, bestenfalls mit einem weihnachtlichen Familienfoto, an Freunde und Verwandte gesendet.

    Norwegen

    Leckere Plätzchen backen ist in fast jedem Land Tradition, aber dass es genau 7 verschiedene Sorten sein müssen, die in der Adventszeit gebacken werden, ist nur in Norwegen Traditionen. Außerdem wird der Christbaumschmuck in der Vorweihnachtszeit selber gebastelt und gestrickt.

    Am 23. Dezember ist den Norwegen der „kleine“ Weihnachtsabend, an dem Lebkuchen gebacken werden und der Baum geschmückt wird. An diesem Abend wird auch der milchreisartige Sahnebrei gegessen, in dem eine Mandel versteckt ist , deren Finder mit einem Marzipanschweinchen belohnt wird.

    Die kurioseste Tradition ist das Verstecken aller im Haus zu findenden Besen, denn in der Weihnachtsnacht fürchtet man, dass viele Hexen und Geister auf der Suche nach einem Besen sind, um in den Straßen Schabernack zu treiben.

    Diese Tradition ist beispielsweise auch in Estland verbreitet.

    Wer also in Norwegen Weihnachten feiert, sollte möglichst wenig Keksbrösel hinterlassen, denn ein Besen wird schwer zu finden sein.

     

    Japan

    Etwa 2 % der Japaner bekennt sich zum Christentum, weshalb Weihnachten kein gesetzlicher Feiertag ist. Trotzdem feiern viele das Fest und beschenken sich gegenseitig.

    Vor allem der Weihnachtsmann konnte sich durchsetzten und die Straßen sind wie hierzulande mit Lichterketten geschmückt. Ungewöhnlich ist, dass gerade Paare den „Christmas-Eve“ nutzen, um ein spezielles Date zu haben und sich zu beschenken, vergleichbar mit dem Valentinstag.

    Ein „Christmas Dinner“ ist für die meisten Japaner zur Tradition geworden, dieses besteht aber aus paniertem Hänchen von KFC.

    #fingerlickingood #kfcSingapore #kfcjapan #kfcchristmas

    A photo posted by Mary Ang | 洪美丽 (@cyclingmummy) on

     

    Irland

    Oft hat man schon gehört, dass es für manche der absolute Kick ist, einfach in eiskaltes Wasser zu springen und das gilt auch für alle Iren. Am Weihnachtstag ist es Tradition, ins Meer zuspringen, denn es ist ein großartiges Gefühl, wenn man es überstanden hat.

    Doch auch die Iren mögen es warm im Dezember. Anstelle des uns bekannten Glühweins gibt es in Irland – natürlich – heißen Whiskey mit Gewürzen wie Nelken, Zucker und Zitrone.

    'Tis the season to have a cold 😕 #hotwhiskey #fridaynightin

    A photo posted by Aoife Hyland (@aaoifehyland) on

     

    Finnland

    Bei den Finnen wird am heiligen Abend gleichzeitig an die liebsten Verstorbenen gedacht. Nach einem ausgiebigen Besuch in der Sauna ist es Tradition mit der ganzen Familie zum Friedhof zu laufen und eine Kerze für verstorbene Bekannte zu hinterlassen.

    Da der Weihnachtsmann bekanntlich aus Finnland kommt warten am 24. Dezember die Kinder sehnlichst auf den Mann mit weißem Bart und Renntieren.

     

    Griechenland

    Erst seit wenigen Jahren gibt es den Weihnachtsbaum in Griechenland, denn vorher galt die Tradition ein Schiff zu schmücken, um an die vielen fernab feiernden Seefahrer zu denken.

    Am heiligen Abend sind die Kinder nicht mit dem Geschenkeauspacken beschäftigt, denn die gibt es erst am 1.Januar. Stattdessen erinnert der 24. Dezember fast schon an Halloween, denn mit Triangel und Goldkehle ausgestattet, zieht Griechenlands Jugend von Haus zu Haus und trägt die städtisch individuelle Version der „Katalana“ vor, die die frohe Botschaft Christi Geburt behandelt. Die Sänger bekommen vor der Türe Süßigkeiten oder Geld.

     

     Italien

    In Italien gibt es gleich zwei mal Geschenke. Während die Kinder am 24. Dezember lediglich ein kleines Present erhalten, gibt es dann erst am 6. Januar die eigentliche Bescherung. An diesem Tag wird der Dreikönigstag gefeiert und laut Volksglauben zieht eine Hexe namens Befana von Dach zu Dach und verteilt an die braven Kinder Geschenke bzw. Süßigkeiten.

     

    Russland

    In Russland wird das Weihnachtsfest erst am 7.Januar gefeiert. Für Single Frauen gilt ab hier eine ungewöhnliche Tradition, denn die nächsten 12 Tage wird auf allen Wegen versucht, einen Ehemann zu finden. Außerdem gilt in Russland 40 Tage vor Weihnachten: Fasten! Kaum vorstellbar, wenn man an die viele leckeren Plätzchen und Naschereien zu Weihnachten denkt.